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Mein Tag in der Politik und im Radio
Ein Erstwählerprojekt der Friedrich Ebert Stiftung
An einem Samstagmorgen im März trafen sich Schülerinnen und Schüler des Erfurter Ratsgymnasiums und des Eisenacher Fachgymnasiums zu einer Diskussionsrunde bei Radio Funkwerk. Es war der Abschluss des Projektes „Mein Tag in der Politik“ der Friedrich-Ebert-Stiftung. Einige Tage zuvor hatten die Schüler die Politiker Peter Metz und Uwe Höhn mit Fragen gelöchert und sich den Thüringer Landtag angeschaut.
Nun lernten sie Radio Funkwerk kennen. Patrick Stegemann moderierte die einstündige Sendung mit den ProjektteilnehmerInnen und dem 24- jährigen Politiker Peter Metz. Darin ging es um Fragen wie: Was erwarten junge Menschen eigentlich von der Politik? Warum wirken Politiker allzu oft grau und langweilig? Warum ist deutscher Geschichtsrevisionismus gerade heute wieder massentauglich?
Nach 60 Minuten waren sich die SchülerInnen einig: Politik kann ziemlich spannend sein. Und auch Peter Metz ist überrascht: „Verdammt gut informiert“ seien die Schülerinnen gewesen, lobt er. Die Gesprächsrunde wurde bei Radio Funkwerk am 21. März ausgestrahlt.
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Peter Metz im Gespräch bei Radio Funkwerk |
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Rock gegen Rechts
Der Bürgerfunk bekennt Farbe
Auch wenn der NPD-Parteitag nicht in Erfurt statt gefunden hat, die Bürgerfunker nahm es zum Anlass, um an diesem Märztag gegen jede Form von rechtsextremem Gedankengut zu demonstrieren. Eine Sendung beispielsweise trug den Titel „Rock die Vielfalt“. Es ist gleichzeitig auch der Name eines Projektes, das 12 Bands aus dem Saale-Holzlandkreis gemeinsam gestalteten. Auf einer CD haben sie selbst gemachte Rockmusik gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus und für Vielfalt, Toleranz und Demokratie veröffentlicht.
Die Idee stammt vom Bildungswerk Blitz e.V. und wurde vom Jugendzentrum Wasserturm in Eisenberg umgesetzt. Alle Gruppen konnten ihre Produktion dank eines engagierten Tontechnikers, der auch sein Studio zur Verfügung stellte, kostenlos in hoher Qualität produzieren. Valentin Lorenz stellte das Projekt und den Sampler bei Radio Funkwerk vor.
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CD-Cover "Rock die Vielfalt" |
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Zur richtigen Zeit das Richtige tun
Ein Radioportrait der Ordensfrau Martina Ernst
„Kairos“ ist in der griechischen Mythologie der Gott des rechten Augenblicks. „Kairos“ heißt auch der Kommunikationspreis des Thüringer Landesfrauenrates. Ausgezeichnet werden damit Frauen, die zur richtigen Zeit das Richtige tun. Die diesjährigen Preisträgerinnen sind die Ordensfrauen der "Schwestern vom guten Hirten" in Erfurt.
Vier Schwestern vertreten den französischen Orden in Erfurt. Hier helfen sie mit Schutzwohnungen Frauen, die anonym leben wollen bzw. müssen. Das neueste Projekt der „Schwestern vom Guten Hirten“ ist eine Fachberatungsstelle für Frauen, die mit Menschenhandel und Zwangsprostitution konfrontiert waren. Die Initiative dafür geht vor allem auf Schwester Martina Ernst zurück, die Leiterin des Ordens in Erfurt. Mit ihr hat sich Johannes Rath getroffen, um über ihr Leben als Ordensfrau zu sprechen.
Zeit ihres Lebens hatte Schwester Martina Kontakt zu Frauen in schwierigen Lebenssituationen, schon vor ihrer Zeit als Schwester, in heilgpädagogischen Gruppen. Mit 26 Jahren tritt sie in den Orden ein, dessen Arbeit sie nach Senegal und Madagaskar führt. Erst seit vier Jahren ist sie wieder in Deutschland und hat sofort in Erfurt Strukturen geschaffen, um zu helfen. Das Radioportrait ist unter www.mediathek-thueringen.de nachzuhören.
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Logo der "Schwestern vom guten Hirten" |
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Frauenwahlrecht und Weimarer Verfassung
Meilensteine der Demokratie
„Meine Herren und Damen“, als diese Worte im Saal des Reichstages im Februar 1919 zu hören sind, bricht spontan Gelächter in den Reihen der Parlamentarier aus. Zum ersten Mal in der deutschen Geschichte steht eine weibliche Abgeordnete vor dem Parlament: die Sozialdemokratin Marie Juchacz.
Mit einer Veranstaltung am 19. Januar 2009 erinnerte die Friedrich Ebert Stiftung daran, dass - auf den Tag genau vor 90 Jahren - Frauen in Deutschland zum ersten Mal wählen und gewählt werden konnten. Die Stiftung lud Inge Wettig-Danielmeier nach Weimar ein, um über Frauen in der Politik heute zu sprechen.
Patrick Stegemann berichtete von der Veranstaltung und beschäftigte sich in seiner Sendung mit dem Frauenwahlrecht als Meilenstein der Demokratie. Sein Interview mit der Politikerin Inge Wettig-Danielmeier ist in der Mediathek Thüringen nachzuhören unter: www.mediathek-thueringen.de
Im DNT trafen sich wenige Wochen später am 6. Februar 2009 auf Einladung der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung wieder Politiker aus ganz Deutschland. Diesmal um 90 Jahre Weimarer Verfassung zu würdigen. Außenminister Frank Walter Steinmeier erinnerte daran, dass dieses demokratische Regelwerk maßgeblich von Philipp Scheidemann und Friedrich Ebert auf den Weg gebracht wurde. Radio Funkwerk als Bürgersender für Erfurt und Weimar zeichnete die Veranstaltung auf und strahlte sie in der Reihe „Nachgehört“ aus. |

Inge Wettig-Danielmeier im Gespräch mit Patrick Stegemann |
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